Solidarität mit den bedrohten Projekten in Berlin und überall!

Am 25.11. räumten ca. 600 behelmte Polizist_innen das schon länger bedrohte Hausprojekt in der Brunnenstr. 183 in Berlin-Mitte. Damit verliert Berlin einmal mehr ein alternatives und subkulturelles Haus, welches durch den „Umsonstladen“ auch über die „Szene“ hinweg bekannt war.

Erwähnenswert hinsichtlich der Räumung, ist darüber hinaus die Tatsache, dass der Räumungsbefehl lediglich für fünf Wohnungen im Haus in der Brunnenstraße 183 galt, die Polizei aber das gesamte Haus räumte. Darüber hinaus kam es in den Tagen zuvor zu Razzien in weiteren Projekten in der Liebigstraße in Berlin-Friedrichshain. Anlass für letztgenannte Razzien war die Festnahme eines mutmaßlichen Auto-Brandstifters. In einer von Medien und autoritären Sehnsüchten einiger Bürger_innen geprägten Atmosphäre wird der „Kampf gegen Linksextremismus“ gegenwärtig zu einer Hysterie. Zuvor mussten die Staatsorgane bereits zwei mutmaßliche Auto-Brandstifter wieder frei lassen, da die Beweislage viel zu dünn war. Dass diesen Menschen Monate ihres Lebens durch den Gefängnisaufenthalt genommen wurden, interessiert niemanden.

Diese Entwicklungen in der Stadt sind Ausdruck einer Umstrukturierung, die Randgruppen verdrängt, während Konsummeilen für den/die gläserne/n und kaufkräftige/n Bürger_in etabliert werden sollen. Erwünscht ist nur, wer Kaufkraft besitzt. Deswegen gilt für uns als AG „Bildung gegen Rechts“, gerade auch Hinsichtlich des gerade stattfindenen Bildungsstreiks an den Universitäten, unsere Solidarität den Bewohner_innen bedrohter bzw. geräumter linker Projekte!

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