Naziaktivitäten in Berlin

Das Frühjahr scheint für Berliner Antifaschist_innen ziemlich arbeitsintensiv zu werden. Neben der Eröffnung bzw. den andauernden Protesten gegen den „Thor-Steinar“ Laden in Friedrichshainn(Petersburger Str. 94) findet am 14.03.2009 in einem Seniorenfreizeitheim in Lankwitz, Gallwitzallee 53 der NPD-Landesparteitag statt. Für die Berliner NPD wäre – nach den internen Querelen – ein weiteres Debakel verheerend. Deshalb: Sorgen wir für ein NPD-Debakel!

Kundgebung gegen den NPD-Landesparteitag am 14. März 2009
Gallwitzallee / Frobenstraße, nahe S-Lankwitz (S25)

Am 04. April plant die NPD dann ihren Bundesparteitag ebenfalls in Berlin. Laut „taz“ hat die NPD für den 04. und 11. April Räume im Rathaus Reinickendorf bzw. im Fontane-Haus im MärkischenViertel angemietet. Ob die Klagen des Bezirks gegen die NPD-Verantaltungen Erfolg haben, bleibt abzuwarten. Da
die NPD derzeit in personellen, strategischen und finanziellen Schwierigkeiten ist, wäre es auch hier wünschenswert den Bundesparteitag so desaströs wie möglich zu gestalten.

Und am 01. Mai finden wieder mehrere Naziaufmärsche statt. Neben Ulm und Hannover wurde auch in Berlin eine Nazidemo in Köpenick angemeldet. Also auch hier: Augen auf!

Gerade der Überfall auf Gewerkschafter_innen nach der Nazidemo in Dresden zeigt, dass Gewerkschaftsarbeit und antifaschistisches Engagement keineswegs getrennt gedacht werden sollte.

Allerdings dürfen diese Aktionen nicht dazu führen, die Auseinandersetzung mit Nazis darauf zu reduzieren. So wichtig es ist, Nazidemos bzw. Naziveranstaltungen zu stören oder zu behindern, so nötig bleibt es, sich mit den gesellschaftlichen Ursachen für nationalistisches, antisemitisches, rassistisches und sexistisches Denken auseinander zu setzen.